ECA im Winter: MOOCs, QA und interne Reformen

Das ‚Winter Seminar‘ des von der ZEvA mitgetragenen European Consortium for Accreditation, ECA, in Den Haag (10.-11.12.2013) stand im Zeichen von Veränderungen: MOOCs als neues Instrument globalisierter Lehre einerseits und die organisatorische Umgestaltung von ECA andererseits.

Das ‚Winter Seminar‘ des von der ZEvA mitgetragenen European Consortium for Accreditation, ECA, in Den Haag (10.-11.12.2013) stand im Zeichen von Veränderungen: MOOCs als neues Instrument globalisierter Lehre einerseits und die organisatorische Umgestaltung von ECA andererseits.

Zuerst wurde der Blick nach innen gerichtet: ECA ist 2003 als Zusammenschluss europäischer Agenturen im Bereich der externen Qualitätssicherung mit dem Ziel gegründet worden, auf Basis gegenseitigen Vertrauens die internationale Anerkennung von Akkreditierungen zu vereinfachen. Im Laufe der Zeit wurden in Arbeitsgruppen und EU-finanzierten Projekten hierfür immer mehr Services entwickelt, welche die beteiligten Agenturen und vor allem auch Hochschulen und Studierende im Bologna-Raum unterstützen. Neben Verfahren und Good practice-Beispielen zur vereinfachten Akkreditierung von ‚Joint Programmes‘ sind dies zum Beispiel auch eine internationale Studiengangsdatenbank oder Leitlinien für Schulungen internationaler Experten. Aktuell wird unter anderem, unterstütz von der EU, an einem Internationalisierungszertifikat gearbeitet (für weitere Informationen: www.ecaconsortium.net/main/projects/cequint).

Seit 2012 sind – angeregt von der ‚ ECA Management Group‘ unter Mitarbeit von Dr. Jürgen Petersen (ZEvA) – bei den Treffen der Mitgliedsagenturen verschiedene Schritte erarbeitet und diskutiert worden, um ECA auf eine nachhaltigere organisatorische und finanzielle Basis zu stellen und das Profil des Konsortiums als einem projekt- und serviceorientierten Akteur im Europäischen Hochschulraum zu stärken. Ein zentraler Schritt, der bei dem Treffen in Den Haag weiter diskutiert wurde, ist dabei die Umwandlung von einem bisher informellen Netzwerk zu einem eingetragenen Verein, was beispielsweise das Einwerben von öffentlichen Projektgeldern vereinfachen wird.

Am zweiten Tag in Den Haag wurde dann zusammen mit internationalen Vertretern von Bildungs- und Akkreditierungseinrichtungen der Blick nach außen gerichtet: Im Fokus stand die Frage, ob die vieldiskutierten Massive Open Online Courses (MOOCs) einen grundlegenden Wandel in der Hochschullandschaft auslösen werden (das Fazit der Experten und Beteiligten: nein), finanziell tragbar sind (eher nicht), ein sich innovatives didaktisches Instrument mit großer Reichweite darstellen (eher ja) und neue Instrumente in der internationalen Qualitätssicherung benötigen (auf jeden Fall).

Einen ausführlicheren Bericht zu diesem Seminar-Workshop finden Sie in der ersten Ausgabe des ZEvA-Newsletters.