Verfahrensablauf Systemakkreditierung

Das gesamte Verfahren nimmt – je nach Umfang des Projekts – etwa 10 bis 18 Monate in Anspruch. Anders als in der Programmakkreditierung können die Hochschulen die Zeitplanung je nach ihrem internen Planungs- und Entwicklungsstand maßgeblich selbst bestimmen.

Während des gesamten Verfahrens steht der Hochschule ein wissenschaftlicher Referent oder eine Referentin der ZEvA als Ansprechpartner/-in in allen organisatorischen und inhaltlichen Fragen zur Verfügung.

 

Zum Verfahrensauftakt sind einige einleitende Schritte zu absolvieren. Hierzu gehören ein ausführliches Vorbereitungsgespräch mit der Agentur sowie die Vorprüfung der Unterlagen, die in die Zulassung zum Hauptverfahren durch die Kommission Systemakkreditierung (KSA) mündet.

Sobald die Zulassung erfolgt ist, erstellt die Hochschule eine Antragsdokumentation, in der sie ihr System der internen Steuerung und Qualitätssicherung im Bereich von Studium und Lehre beschreibt und seine Wirksamkeit durch Nachweise belegt.

Parallel stellt die ZEvA eine (mindestens 5-köpfige) Expertengruppe nach den Vorgaben des Akkreditierungsrates zusammen. Insbesondere müssen Gutachter/-innen in der Systemakkreditierung über Erfahrung in der Hochschulleitung und/oder Qualitätsentwicklung verfügen. Ferner umfasst die Gruppe stets auch Studierende und Vertreter/-innen der Berufspraxis.

Im Anschluss stehen zwei Besuche dieser Gutachtergruppe an der Hochschule an.Während der ersten Begehung lernt die Gutachtergruppe die zentralen Akteure des Qualitätsmanagements der Hochschule kennen und vertieft vor Ort ihre Kenntnisse und ihr Verständnis des Steuerungs- und Qualitätssicherungssystems. Zudem wird mit der Hochschule besprochen, anhand welcher Merkmale (Stichproben) die Wirksamkeit des Systems in den Studiengängen demonstriert werden soll.

Die Hochschule erhält im Folgenden Gelegenheit, zu den ausgewählten Merkmalen aussagekräftige Dokumente zusammenzustellen. Für diesen Verfahrensschritt sollten etwa 3-4 Monate veranschlagt werden.

Im Zentrum der zweiten Begehung steht die Analyse und Bewertung des Steuerungs- und Qualitätssicherungssystems. Hierzu gehört vor allem die Auswertung der Stichproben, d. h. die Suche nach den Spuren, die das hochschulinterne Qualitätsmanagement in den Studiengängen hinterlässt. Die Gutachtergruppe erörtert das Qualitätsmanagementsystem mit Vertreter/-innen verschiedener Stakeholdergruppen und prüft, ob die für die Systemakkreditierung relevanten Kriterien berücksichtigt werden.

Auf Basis der Gespräche und der Antragsdokumentation erstellt die Expertengruppe ein ausführliches Gutachten, zu dem die Hochschule schriftlich Stellung nehmen kann. Der Gutachterbericht und die Stellungnahme dienen wiederum der Kommission Systemakkreditierung (KSA) als Grundlage für eine Beschlussempfehlung an die Ständige Akkreditierungskommission (SAK) der ZEvA. Diese entscheidet dann letztgültig über die Systemakkreditierung der Hochschule.

Gegen Akkreditierungsentscheidungen der SAK kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Akkreditierungsentscheidung Beschwerde eingelegt werden. Sie ist bei der Geschäftsstelle der ZEvA, -Revisionskommission- schriftlich zu erheben. Über die Beschwerde entscheidet die SAK auf der Basis einer Empfehlung der Revisionskommission der ZEvA.