Die Qualitätsentwicklung für die Hochschulen gewinnt immer größere Bedeutung im Vergleich zu bestehenden Verfahren der Qualitätssicherung, die nur eine Qualitätskontrolle sind, ohne ein wirkliches Qualitätsmanagement. Qualitätsmanagement sollte Teil des professionellen Hochschulmanagements und strategische Aufgabe der Hochschulleitung sein. Externe Akkreditierungsstandards haben gewiss ihre Bedeutung für den „Verbraucherschutz“ und für bestimmte Steuerungsfunktionen im Hochschulsektor. Die wichtigere Aufgabe besteht aber zunächst darin, ein Qualitätsmanagement zu etablieren, das von den Beteiligten in den Hochschulen und den Stakeholdern getragen wird.
Qualitätsmanagement ist eine in die Gesamtstrategie der jeweiligen Hochschule eingebettete Querschnittsaufgabe, die alle operativen Leistungsbereiche übergreift (Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung, Weiterbildung und Transfer). Es versetzt die Hochschulen in die Lage, Autonomie ihrem Anspruch und Profil gemäß zu realisieren und sich im nationalen und internationalen Wettbewerb erfolgreich zu behaupten.
Die ZEvA möchte qualitätsbewusste Hochschulen unterstützen, die nicht nur die Kriterien für die Systemakkreditierung erfüllen, sondern ein Qualitätsmanagementsystem für alle Leistungsbereiche aufbauen wollen. Um die Hochschulen bei dieser Aufgabe zu beraten und zu unterstützen, baut die ZEvA den neuen Geschäftsbereich „ZEvA Expert“ auf. Der Vorstand der ZEvA hat einen Expertenrat berufen, dem erfahrene Hochschulleiter, Hochschuladministratoren und QM-Experten angehören. Der Expertenrat wird einerseits konzeptionell für die ZEvA und die Hochschulen Modelllösungen für das Qualitätsmanagement entwickeln; zum anderen werden seine Mitglieder als Berater in konkreten Projekten tätig sein.
Hermann Reuke , Geschäftsführer der ZEvA
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Dr. Gerhard Schreier, QM in Hochschulen: Beratung · Entwicklung · Implementierung